Der geplante Reiseverlauf

 

Bitte Karte zur Vergrößerung anklicken!

1.Tag: Anreise nach Oslo 

Flug von Deutschland, Schweiz oder Österreich nach Oslo. Übernachtung im Hotel Radisson SAS Oslo Flughafen.

 

2. Tag: Weiterflug nach Spitzbergen und Einschiffen in Longyearbyen

Weiterflug nach Longyearbyen, dem Ausgangshafen unserer Naturkreuzfahrt und dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend heißt es „Leinen los“ und das Schiff läuft in den Isfjord aus.

 

3. Tag: Raudfjord

Auf der vorgelagerten Insel Ytre Norskøya besuchen wir eine ehemalige Walfangstation, ein großer Friedhof erinnert an die beschwerliche und gefahrenvolle Zeit der früheren Walfänger. Heute sind hier eine Vielzahl von Vogelkolonien beheimatet: Krabbentaucher, Lang- und Dickschnabellummen, Papageientaucher und große Raubmöven. Weiter im Osten besuchen wir die Gegend um den Raudfjord, im Norden von Westspitzbergen. Dieser eindrucksvolle Fjord ist für spektakulärste Gletscherformationen bekannt. Hier fühlen sich Ringelrobben und Bartrobben sehr wohl. Die steilen Klippen entlang der Küstenlinie bieten zahlreiche Nistplätze für verschiedene Vogelarten an. Am Abend passieren wir Moffen Island, auf der eine große Herde von Walrossen ihre Ruheplätze hat.

 

4. Tag: Phippsøya

Heute nehmen wir Kurs auf den Beverleysundet, der bereits 1898 von der schwedisch-russischen Arc-of-Meridian Expedition befahren wurde. Wir erreichen den nördlichsten Punkt unserer Reise bei Phippsøya, im Archipel der Sieben Inseln nördlich von Nordaustlandet. Hier sind wir bei ca. 81 Grad Nord angelangt, nur 540 Seemeilen vom geographischen Nordpol entfernt. Eisbären und Elfenbeinmöwen bevölkern diese Region.

 

5. Tag:Nordaustlandet

Mit Kurs in Richtung Osten erreichen wir die Region von Nordaustlandet, wo die Nobile Expedition 1928 festlag und der Italiener Sora Alpinøya im selben Jahr mit seiner Besatzung zur Hilfe kam. Auch wir haben dieses Gebiet zum Ziel, weiter bis zum Finn Malmgrenfjord und der Albertinibukta, um den Soraberget (205 Meter ü.N.) zu besteigen. Von dort aus haben wir einen einzigartigen Ausblick auf die Eiskappe von Nordaustlandet. Als Alternativprogramm können wir bei Storøya anlanden, wo wir zahlreiche Walrosse beobachten können.

                                                                 

6. Tag: Kvitøya

Wenn es Wetter und Eis zulassen, werden wir heute die sehr selten besuchte und weit im Osten von Spitzbergen (und nahe des russischen Hoheitsgebietes) gelegene Insel Kvitøya erreichen. Die Insel ist größtenteils von einer Eiskappe bedeckt, und es gibt nur wenige eis-und schneefreie Flächen. Wir landen an der Westseite von Andréneset an. Dort blieben einst der schwedische Entdecker André und seine Mannschaft im Jahre 1898 verschollen. Mit etwas Glück können wir auch bei Kraemerpynten anlanden, wo eine sehr große Walrossherde residiert.

 

7. Tag: Im fernen Osten Spitzbergens

Südlich von Nordaustlandet planen wir eine Anlandung bei Isispynten, ein Gebiet mit Nunataks (Bergspitzen), die von Gletschern umringt sind. Später geht unsere Fahrt weiter entlang der Front des Brasvell Gletschers, die längste Gletscherkante Spitzbergens. In der Olga Straße halten wir Ausschau nach Grönlandwalen.

Wir steuern durch die sehr selten besuchte Region von König Karls Land, ein Eisbärenreservat, in dem eine Anlandung zwar verboten ist, wir aber eine Exkursion mit den Zodiacbooten planen. Als Alternative steht eine Anlandung auf Blafjordflya auf der Ostseite von Edgeöya auf dem Programm, wo wir Rentiere in einer wunderschönen Tundralandschaft beobachten können. 

 

8. Tag: Barents- und Edge Insel

Im Freemansund wollen wir in Sundneset auf der Barentsinsel landen und eine alte Trapperhütte besuchen. Von hier aus führt uns eine Wanderung über die Tundra auf der Suche nach dem Spitzbergen-Ren und der Weißwangengans. Später fahren wir weiter südwärts zur Diskobukta an der Westseite von Edgeøya. In dieser seichten Bucht landen wir mit den Zodiacs an einem mit sibirischem Treibholz und Walknochen übersäten Strand, um dort zu wandern. In einer schmalen kleinen Schlucht steigen wir zu den Rändern hinauf. Die Wände der Schlucht sind von Tausenden von Dreizehenmöwen, Gryllteisten und räuberischen Eismöwen bewohnt. Zur Brutzeit der Vögel patrouillieren Eisfüchse und Eisbären – hauptsächlich Weibchen mit ihren Jungtieren – durch die Schlucht auf der Suche nach jungen, noch nicht flugfähigen Vögeln, die aus dem Nest gefallen sind.

 

9. Tag: Im Hornsund   

Dieser Tag beginnt mit einer stillen Kreuzfahrt durch die zahlreichen Seitenfjorde des spektakulären Hornsundes in Südspitzbergen mit seinen hohen Bergen. Der Hornsundtind steigt zu einer Höhe von 1.431 m auf, während ein anderer Berg, der Bautaen, uns veranschaulicht, weshalb die holländischen Entdecker der Insel den Namen Spitzbergen gaben. 14 atemberaubende Gletscher wälzen ihre Eismassen die Hänge herab ins Meer und es gibt gute Chancen, hier Robben und Eisbären anzutreffen.

 

10. Tag: Van Keulenfjord und Recherchefjord

Heute landen wir auf Ahlstrandhalvøya an der Mündung des Van Keulenfjords. Haufenweise liegen hier Skelette von Weißwalen (Belugas), die von der Zeit des sinnlosen Abschlachtens im späten 19. Jahrhundert zeugen und uns einmal mehr daran erinnern, welche Konsequenzen eine gedankenlose Ausbeutung haben kann. Zum Glück sind die Belugas nicht vollständig ausgerottet worden, so daß wir sie heute wieder in größeren Gruppen auch in diesem Fjord antreffen können. Am Nachmittag fahren wir in den Recherchefjord und erkunden die Tundra am Fjordende, wo für gewöhnlich Rentiere nach Nahrung suchen.

 

11. Tag:  Longyearbyen / Rückreise nach Oslo

Heute endet Ihre Naturkreuzfahrt mit der Rückkehr nach Longyearbyen. Transfer zum Flughafen und Flug nach Oslo. Übernachtung im Hotel Radisson SAS Airport Hotel in Oslo.                                 

 

12. Tag: Weiterflug von Oslo zu Ihrem Heimatflughafen

Weiterflug von Oslo zu Ihrem Heimatflughafen in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.

 

Anmerkungen:

Die Chancen einer kompletten Umrundung von Spitzbergen liegen bei 90% in der ersten August Hälfte und bei 95% in der zweiten August Hälfte (Statistik basiert auf Erfahrungswerte der Jahre 1992 bis 2011). Falls eine Umrundung von Nordaustlandet aufgrund der gegebenen Eisverhältnisse nicht möglich ist, wird sich das Programm auf die Umrundung durch die Hinlopenstrasse konzentrieren.

Die von uns beschriebenen Programme sind Beispiele für einen möglichen Verlauf dieser Naturkreuzfahrt. Da Anlandungen und Exkursionen abhängig von den jeweiligen Wetter- und Eisverhältnissen sind, müssen manchmal Änderungen am Programmablauf vorgenommen werden. Nur so kann sichergestellt werden, daß Sie eine größtmögliche Vielfalt an Landschaften und Tierarten erleben können. Die letztendliche Entscheidung über den genauen Programmverlauf liegt beim Kapitän und dem Expeditionsleiter. Während der Naturkreuzfahrt werden Ihnen täglich die geplanten Aktivitäten vorgestellt. Bitte bedenken Sie: Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von Expeditionsreisen.