Der geplante Reiseverlauf

 

1.Tag: Longyearbyen, Svalbard

Heute erreichen Sie mit Longyearbyen den Hauptort des norwegischen Svalbard Archipels. Auf 78° Nord gelegen, einer der nördlichsten Gemeinden der Welt! Ungefähr 2.000 Einwohner leben in der ehemaligen Bergbausiedlung, die heute die meisten Annehmlichkeiten einer zivilisierten Stadt bietet. Für eine gute Einstimmung auf die kommenden Tage ist gewiss das Polar Museum eine gute Wahl. Erste Übernachtung im Hotel in Longyearbyen.

 

2.Tag: Einschiffung in Longyearbyen

Die Einschiffung auf Ihr kleines, komfortables Expeditionsschiff SEA SPIRIT erfolgt am Nachmittag. Lernen Sie Ihr Schiff kennen und freuen Sie sich auf den Beginn Ihrer Expeditionskreuzfahrt! Bald heisst es „Leinen los!“ und das Abenteuer beginnt. Die SEA SPIRIT fährt zuerst durch den Isfjord und mit Glück können Sie die ersten Meeressäugetiere beobachten.

 

3.- 4.Tag: Querung der Barentssee

Die Expedition beginnt. Von nun an bestimmen die aktuellen Eisverhältnisse den folgenden Reiseverlauf. Die mitreisenden Lektoren beginnen mit ihren spannenden Vorträgen und stimmen den Expeditionsreisenden auf die kommenden Tage ein. In der Region zwischen Spitzbergen und Franz-Josef-Land ist die größte Population von Eisbären beheimatet – meistens hält sich der König der Arktis auf treibenden Eisschollen auf – aber er ist auch ein guter Schwimmer und kann lange Distanzen im freien Wasser zurücklegen.

 

 

5.- 11. Tag: Expedition Franz Joseph Land

Ziel der kommenden Tage ist der russische Archipel Franz-Josef-Land. Der Reiseverlauf wird sich ausschließlich an den herrschenden Eisbedingungen orientieren. Der erfahrene Expeditionsleiter und sein Team arbeiten eng mit dem Kapitän zusammen und werden in den nächsten Tagen das Beste möglich machen – sie werden flexibel auf Tierbeobachtungen und Eisverhältnisse reagieren und die genannten möglichen Anlandungen sind nur eine Auswahl der Höhepunkte des Franz-Josef-Lands.

Auf Alexandra Land gibt es seit dem Sommer 2015 wieder eine bewohnte Station von russischen Rangern, die der verlängerte Arm des russischen Staates sind und die Einreiseformalitäten vornehmen werden. Die Dauer der Kontrolle hängt von den Rangern ab und sollte von den Expeditionsreisenden mit Gelassenheit ertragen werden. Anschließend wird voraussichtlich der erste Landgang stattfinden. Besuch der nördlichsten, orthodoxen Kirche der Erde. Weitere Anlandungen sind in diesen Tagen geplant – immer abhängig von den Eisbedingungen und Wetterverhältnissen. In dieser Region der Welt ist jeder Tag eine Expedition.

Auf der Bell Insel tritt man in die Fußstapfen berühmter Abenteurer – die Hütte der Lee Smith Expedition von 1881 ist ein Zeugnis davon. An der südlichen Spitze der Wilczek-Insel trifft man auf das einsame Grab des Maschinisten Otto Krisch. Er war das einzige Opfer der Payer Wayprecht Expedition. "Frieden für seine Asche" steht auf einer kleinen Plakette auf dem Kreuz.

Ein weiterer, möglicher Stopp ist auf der Hall Insel bei Kap Tegetthoff geplant. Sehr beeindruckend sind hier die riesigen Felsnadeln, die wie Haiflossen in die Höhe ragen. Kap Tegetthoff war das erste Land, welches die Weyprecht und Payer Expedition nach langer Zeit auf See am 30.08.1873 sichtete.

 

Klappt die Anlandung auf der Alger Insel? Hier überwinterten Mitglieder der amerikanischen Arktis-Expedition von A. Baldwin. Wenn das Wetter es zulässt, unternehmen wir mit den Zodiacs eine Tour entlang der driftenden Eisberge in der Bucht und halten wir Ausschau nach Eisbären!

Einer der ungewöhnlichsten Plätze im Franz-Josef-Land ist die Champ Insel. Eine beeindruckende Landschaft mit eisbedeckten Gipfeln und flankierenden Gletschern rahmen ein Wunder der Natur ein: Eine Anzahl von unzähligen Steinkugeln, ideal rund geformt, einige mit bis zu 3m Durchmesser. Ist es ein geologisches Wunder oder „Spielbälle des Teufels“? Unsere Lektoren an Bord kennen die Antwort.

In der Tikhaya Bucht ragt ein riesiger Klippenfelsen steil aus dem Meer: der Rubini Rock ist Heimat für Millionen von Seevögeln. Ganz vorsichtig wird der Kapitän versuchen, nah mit dem Schiffsbug an die Klippe heranzukommen, so dass wir fast in die Nester vieler arktischer Vogelarten schauen können. Lassen es die Wetterbedingungen zu, werden wir auf der anderen Buchtseite an Land gehen und die ehemals verlassene und nun im Rahmen der erneuten russischen Präsenz in der hohen Arktis wieder bewohnte Tikhaya Polarstation besichtigen. Unsere Guides werden vorher prüfen, ob sich nicht auch tierische Besucher wie Eisbären, hier aufhalten.

Kap Heller auf der Wilczek Land Insel ist ein weiteres mögliches Ziel. Im Jahr 1899 überwinterten hier zwei Matrosen der Welle-Expedition und warteten auf die Rückkehr ihrer Mannschaft, die versuchte, den Nordpol zu erreichen. Ein weiteres Beispiel für die unglaublich vielfältige Geschichte der Arktis Expeditionen, die ihre Spuren im Franz-Josef-Land hinterlassen haben! Und auch hier ist mit Eisbären und Meeressäugern rechnen.

Bei den Stolichky und Appolonov Inseln erleben wir mehr denn je das Gefühl einer Expedition. Ist diese gesamte Expedition von nicht vorhersagbaren Eis- und Wetterbedingungen abhängig, so ist dies bei den Stolichky und Appolonov Inseln extrem. Viel Eis kann hier an den flachen Stränden liegen und den Zugang verwehren. Bekannt aber sind die Inseln für ihre unglaublichen Walrosskolonien. Oft liegen Hunderte der mächtigen Tiere am Strand und unzählige tummeln sich im Wasser. Eine Herausforderung für unsere erfahrenen Zodiacfahrer – ein Fest für unsere Kamera!

Bei Alexandra Land findet wieder die Ausreise statt und die Tür zum arktischen Paradies schließt sich hinter uns.

 

12.-13.Tag: Barentssee

Entsprechend der Eissituation heißt es nun wieder Kurs West – Richtung Spitzbergen. Die letzten Tage im Franz-Josef-Land werden mit wissenswerten Vorträgen der Lektoren aufbereitet. Seevögel begleiten die SEA SPIRIT und der ein oder andere Expeditionsreisende wird zum Experten geworden sein.

 

14.Tag: Svalbard

Die SEA SPIRIT wird einen kurzen Stopp in Longyearbyen machen, um dann weiter entlang die Westküste Spitzbergens zu erkunden. Auch Spitzbergen bietet eine faszinierende Welt aus Gletschern, tiefen Fjorden, hochaufragenden Vogelfelsen und mit Ny Älesund einen Ort, der sich ganz und gar der Forschung verschrieben hat. Schon Roald Amundsen und Umberto Nobile starteten von hier ihren Versuch, den Nordpol zu überfliegen. Geschichte und Wissenschaft pur!

 

15.Tag: Ausschiffung in Longyearbyen und Rückreise

In der taghellen Nacht ist der Isfjorden wieder erreicht. Die SEA SPIRIT ankert vor Longyearbyen und die Ausschiffung findet entsprechend der internationalen Rückflüge entweder in der Nacht oder am frühen Morgen statt.