Der geplante Reiseverlauf 

    

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Anmerkung: Hier aufgeführt finden Sie den "klassischen" Reiseverlauf für eine Expedition zur Antarktischen Halbinsel. Variationen dieses Programms legen einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die Erreichung des südlichen Polarkreises und die Weddel See. Auf diese besonderen Programme weisen wir bei den Preisen und Terminen für die einzelnen Schiffe ausdrücklich hin. Gerne lassen wir Ihnen weitere Informationen zu diesen Sonderprogrammen zukommen.

 

1. Tag: Einschiffen und Abfahrt von Ushuaia

Am Nachmittag gehen Sie an Bord der USHUAIA und beziehen Ihre Kabine. Sie werden von Ihrem Expeditions-team begrüßt und machen sich mit dem Schiff vertraut. Abends fährt die USHUAIA durch den berühmten Beaglekanal in Richtung Antarktis.

 

2. und 3. Tag: Drake Passage

Der englische Freibeuter Sir Francis Drake wurde 1578 von einem Sturm weit nach Süden abgetrieben und war vielleicht der erste, der die nach ihm benannte Wasserstrasse befuhr. Die Drake Passage markiert die biologische Grenze der Antarktis im Norden. Die normalerweise nordöstliche Drift der kalten und nährstoffreichen Wassermassen innerhalb der Drake Passage ist dafür verantwortlich, daß Eisberge unterschiedlicher Grösse hier das ganze Jahr über auftreten und sorgt für ein besonders reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik.

Auf unserer Fahrt Richtung Süden begegnen uns zahlreiche Seevögel. Unser Expeditionsteam hilft Ihnen gern, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Albatrossen und Sturmvögeln zu erkennen und wird Ihnen das faszinierende Verhalten dieser riesigen Vögel näherbringen. An Bord der USHUAIA sind Sie jederzeit auf der Kommando-brücke willkommen. Unsere Offiziere erklären Ihnen gern die Navigationsinstrumente und weisen Sie in die Geheimnisse moderner Seefahrt ein. Von der Brücke hat man zudem eine ausgezeichnete Sicht. Halten Sie Ausschau nach Walen! Selbstverständlich erwartet Sie während der Überfahrt ein spannendes Vortragsprogramm, das Sie auf die Tierwelt, Geologie und Geschichte der Antarktis vorbereiten wird.

Am zweiten Tag der Überfahrt kommen höchstwahrscheinlich die ersten Eisberge in Sicht. Etwas später erblicken wir die schneebedeckten Bergspitzen der Südshetlandinseln, einer Gruppe von 20 Inseln, die im Jahre 1819 von Captain William Smith entdeckt wurden. Mit etwas Glück können wir vielleicht schon am späten Abend einen ersten Blick auf die Tierwelt der Antarktis werfen.

 

4. - 8. Tag: Südshetlandinseln und die Antarktische Halbinsel

Die Südshetlandinseln sind Tummelplatz für einen Grossteil der antarktischen Tierwelt. Weitläufige Kolonien von Pinguinen und Strände voller Pelzrobben und See-Elefanten machen jeden Tag in dieser faszinierenden Inselwelt zu einem außerordentlichen Naturerlebnis. Wir planen, durch die atemberaubend enge Einfahrt ins Innere der ringförmigen Vulkaninsel Deception zu fahren und haben hier Gelegenheit in heißen Quellen zu baden. King George ist die grösste Insel des Archipels und ein Zentrum der Antarktisforschung. Hier liegen zahlreiche Forschungstationen in unmittelbarer Nähe der Kolonien von Kehlstreif- und Adeliepinguinen. Königskormorane, Dominikanermöwen, Antarktische Seeschwalben und Riesensturmvögel brüten hier ebenfalls. Auf der benachbart gelegenen Insel Livingston treffen wir Eselspinguine, ein paar wenige Goldschopfpinguine und See-Elefanten an.

Die Antarktische Halbinsel empfängt uns mit einzigartigen Landschaftsbildern und versetzt uns in ihrer Einsamkeit und Weite zurück in die Zeiten der ersten Polarforscher. Die dramatische Berglandschaft ist grandios und unberührt. Riesige Eisberge, das Packeis, Gletscher, Fjorde und Strände laden zu Erkundungen ein. Auch ein reiches Tierleben erwartet uns. Neben Pinguinen und anderen Seevögeln hoffen wir hier auf Weddell-, Leoparden- und Krabbenfresser- Robben zu treffen und Buckel- und Zwergwale aus der Nähe beobachten zu können. Auch Schwertwale durchstreifen diese Gewässer und mit etwas Glück können wir diese eleganten Zahnwale bei ihren Jagdzügen beobachten.

Zu den schönsten Küstenregionen in dieser weissen Welt gehören die Gerlache Strasse, der Neumayer Kanal und die Lemaire Strasse. Gletscher schieben ihre Eisfracht von spektakulären Berghöhen hinab ins Meer. Wir hoffen, die engen Meeresstraßen mit unserem Schiff durchqueren zu können (abhängig von den Eisbedingungen).

In dieser Region planen wir mindestens zwei Landgänge am Tag.  Mögliche Ausflugsziele sind die landschaftlich atemberaubend schöne  Paradiesbucht. Umgeben von Eisbergen und vergletscherten Bergen wollen wir hier auf dem Festland des Weißen Kontinents anlanden. Eine Fahrt durch ein Labyrinth aus Eisbergen bringt uns hoffentlich zu einer riesigen Adeliepinguinkolonie auf der Insel Paulet. Hier wimmelt es nur so von den klassisch schwarz-weiss gefärbten Vögeln. Sie nisten sogar in unmittelbarer Nähe einer historischen Steinhütte, die von den Überlebenden der Schwedischen Antarktis-expedition unter Otto Nordenskjöld 1903 errichtet wurde, nachdem ihr Schiff, die ANTARCTIC im Weddelmeer gesunken war.

Weitere Ausflüge könnten uns zu den labyrinthischen Melchiorinseln führen, oder auf die steinige Insel Cuverville mit ihrer quirligen Eselspinguinkolonie, nach Portal Point oder Neko Harbour, die Ausblicke auf herrliche Berglandschaften freigeben oder auf die Insel Petermann, die nicht nur die südlichste Kolonie von Eselspinguinen beherbergt, sondern auch Heimat für eine kleine Adeliepinguinkolonie ist.

 

9. und 10. Tag:  Drake Passage

Wir verlassen die Antarktis und durchqueren die Drake Passage, diesmal nach Norden. Es erwartet Sie wieder ein umfangreiches Vortragsprogramm, das sicher viele der Fragen beantworten wird, die noch offen geblieben sind. An Deck bietet sich viel Gelegenheit, Vögel und vielleicht auch Wale zu beobachten. Nach den Erlebnissen in der Antarktis bietet die Überfahrt auch die Möglichkeit, sich zu entspannen und die vielen, neuen Eindrücke zu verarbeiten.

 

11. Tag: Ausschiffen in Ushuaia 

Am Morgen laufen wir in den Hafen von Ushuaia ein. Nach dem Frühstück endet mit dem Ausschiffen Ihre Naturkreuzfahrt in die Antarktis.

 

Bitte beachten Sie:

Die von uns dargestellten Programme geben einen möglichen Expeditionsverlauf wieder. Da Landgänge abhängig von den Wetter- und Eisverhältnissen vor Ort sind, müssen manchmal alternative Planungen vorgenommen werden. Nur so können wir sicherstellen, Ihnen eine größtmögliche Vielfalt an Landschaften und Tieren zu präsentieren. Der Kapitän und der Expeditionsleiter entscheiden über das endgültige Programm. Ein Tagesprogramm mit den geplanten Aktivitäten wird Ihnen täglich zugestellt. Bitte bedenken Sie: Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von Expeditionsreisen.