Geplanter Reiseverlauf :  

 

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Tage 1 und Tag 2 Einschiffung in Ushuaia

Am Nachmittag heißt Sie die Besatzung an Bord der Bark EUROPA willkommen. Nach Bezug Ihrer Kabine lernen Sie beim gemeinsamen Abendessen Ihre Mitreisenden kennen. Die erste Nacht an Bord verbringen Sie im Hafen von Ushuaia.
Früh am Morgen heißt es "Leinen los" und Ihre Reise in die Antarktis beginnt. Nachdem die Besatzung Sie mit den Sicherheitsvorkehrungen und den Geflogenheiten des Lebens an Bord vertraut gemacht hat, haben Sie Zeit, die Aussicht auf die Küsten des Beagle - Kanals zu genießen, während das Schiff Kurs auf den offenen Atlantik nimmt. 

 

Tag 3 und Tag 4 Drake Passage

Nach Passage von Kap Hoorn nimmt die Bark EUROPA Kurs auf die Antarktis. Der Wind bläst meistens aus Nordwest, was unter Segeln eine zügige Überfahrt ermöglicht. Sturmschwalben und Albatrosse, deren Lebensraum der offene Ozean ist, leisten dem Schiff während der Überfahrt Gesellschaft.

An Bord der EUROPA bekommen Sie die Möglichkeit, an Bord aktiv mitzuhelfen. Ob beim Steuern des Schiffes, beim Segel setzen oder einholen, die Besatzung weist Sie in alle anstehenden Vorgänge an Bord eines Dreimastschoners ein. 

 

Tag 5 bis Tag 8 Südshetland Inseln

An diesen Tagen begegnen uns die ersten Eisberge. Gewaltige Eismassen - die andeuten, daß wir nun die Antarktis erreicht haben. Bizarre Eisformationen mit glänzend blau und weißen Formen verzaubern  die Polarlandschaft. Auf 59° bis 61° südlicher Breite werden nun die Nächte immer kürzer. Vor uns liegen die Südshetlandinseln, ein Tummelplatz für einen Großteil der antarktischen Tierwelt. An den Stränden der Aitcho Islands beobachten wir Pelzrobben, See- Elefanten und zahlreiche Pinguin – Kolonien. Wir planen einen Besuch der Insel Hannah Point, die südlich von Livingston Island liegt und als Tierparadies bekannt ist. Hier sind Kehlstreifpinguine und Goldschopf Pinguine beheimatet.

 

Die ringförmige Vulkaninsel Deception Island liegt auf 63° südlicher Breite und ist für gewöhnlich im Sommer eisfrei. Die Annäherung an den hiesigen Ankerplatz ist spektakulär: Das Schiff läuft durch eine schmale Öffnung und entlang steiler Felswände in das vom Meer geflutete Innere der Kraterinsel ein. Hier findet sich ein tiefes natürliches Hafenbecken, das Walfängern jahrzehntelang als Operationsbasis diente. Heute ist die verlassene und vom letzten Vulkanausbruch 1969 zum Teil verschüttete Walfangstation in Whaler´s Bay nur noch eine dunkle Erinnerung an diese Zeiten.

Tausende von Kapsturmvögeln und Dominikanermöwen, sowie antarktische Raubmöwen nisten in den Ruinen. Am Uferrand von Deception Island, in Pendulum Cove, bietet sich die ungewöhnliche Möglichkeit, in der Antarktis zu baden, da hier natürliche Quellen das Meerwasser erwärmen.

                                           

Tag 9 bis Tag 16 Antarktische Halbinsel

Wir verlassen die Südshetlandinseln mit Kurs Antarktische Halbinsel. Zwischen Spert Island und Trinity Island erwartet uns eine grandiose Szenarie aus bizarren Eisbergen - geschaffen durch extreme Temperaturschwankungen und geformt von Wasser und Wind.
Unsere weitere Fahrt führt uns voraussichtlich nach Cuverville Island. Die kleine Felseninsel liegt zwischen dem bergigen Antarktischen Kontinent und der eisbedeckten Insel Danco. Hier nisten Eselspinguine - vor Gletschern und gestrandeten Eisbergen. Auch ihre Feinde, die braunen Skuas - große Raubmöwen, ziehen hier ihre Küken groß.
Schließlich landen wir auf dem Festland des Antarktischen Kontinents – zum Beispiel in der Paradiesbucht. Eine märchenhafte weiße Welt aus Gletschern, Schneefeldern und Eisbergen erwartet Sie – und im Hintergrund die über 2000 Meter hohen Eisriesen der Antarktis.
Auf 65° südlicher Breite nähern wir uns dem südlichsten Punkt unserer Reise: Argentine Islands. Manövrierend zwischen atemberaubenden Eismassen erreichen wir unser Ziel und besuchen die ehemalige britische "Faraday Station", die heute von der Ukraine unter dem Namen "Vernadsky" weitergeführt wird.  Auf der Petermann Insel planen wir einen Besuch der südlichsten Kolonie von Esels-Pinguinen. Die weitere Fahrt führt uns voraussichtlich nach Port Lockroy, einem geschützten Naturhafen, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Walfängern genutzt wurde. Heute betreiben hier die Briten im Sommer ein Museum und eine Poststation. Nutzen Sie die Chance und schreiben eine Postkarte von der südlichsten Poststation der Erde! 
Eisberge passierend erreichen wir schließlich den Neumayerkanal und die Melchiorinseln, wo wir vermutlich unseren letzten Zodiak- Ausflug unternehmen, bevor wir die Antarktis verlassen.

                                                                            

Tag 17 bis Tag 19 Drake Passage und Kap Hoorn

An diesen Tagen heißt es für uns Abschied nehmen von der Antarktis. Wir hoffen auf eine halbwegs ruhige Fahrt durch die Drake Passage. Sobald Kap Hoorn in Sichtweite ist, wissen wir, dass wir die Überfahrt geschafft haben. Nun erwartet uns ruhiges Wasser, geschützt durch die Berge und Inseln von Feuerland. Seevögel und Delfine leisten uns Gesellschaft bei unserem Einlaufen in den Beagle Kanal. Ungewöhnlich grün erscheinen uns jetzt die Inseln - nach unserem Aufenthalt in der Antarktis.

 

 

Tag 20 bis Tag 22 Beagle Kanal und Rückkehr nach Ushuaia

Wir segeln in den Beagle Kanal und haben hier die Möglichkeit, eine alte britische Missionsstation bei Haberton zu besuchen. Hier befindet sich ein kleines Museum, in dem Sie viel über die Flora und Fauna auf Feuerland erfahren. Sie können die Zeit aber auch für einen ausgiebigen Spaziergang nutzen - gerade nach einigen Tagen auf See ein ganz besonderes Vergnügen. Bevor wir den Hafen von Ushuaia erreichen, sollten Sie noch einmal Ihre Kamera zur Hand nehmen. Auf den Islas de Lobos sind zahlreiche Seelöwen beheimatet, eine Robbenart, der Sie auf der bisherigen Reise noch nicht begegnet sind, da sie in den antarktischen Gewässern nicht vorkommt.
Schließlich erreichen wir den Hafen von Ushuaia. Von 1884 – 1947 wurde Ushuaia als Strafgefangenlager für politische und kriminelle Gefangene genutzt. Sie haben die Möglichkeit, das alte Gefängnis zu besichtigen oder einige Souvenirs in dieser kleinen, freundlichen Stadt zu kaufen. Mit einer letzten Übernachtung an Bord der Bark EUROPA endet Ihre Antarktis- Reise.
 

Bitte beachten Sie:

Der von uns hier dargestellte Programmverlauf hat nur beispielhaften Charakter.  Landgänge und Exkursionen sind abhängig von den Wetter- und Eisverhältnissen vor Ort, was nicht selten alternative Planungen nötig macht. Nur so können wir sicherstellen, Ihnen eine größtmögliche Vielfalt an Landschafts- und Tierbeobachtungen zu bieten. Der Kapitän und/oder der Expeditionsleiter entscheiden über das endgültige Programm. Ein Tagesprogramm mit den geplanten Aktivitäten wird Ihnen während der Reise täglich vorgestellt. Bitte denken Sie daran: Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von Expeditionsreisen.