Geplanter Reiseverlauf :  

 

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Tag 1 und 2  Einschiffung in Port Stanley, Falklandinseln

Ihre Reise in die Antarktis beginnt in Port Stanley, wo Sie am frühen Abend an Bord gehen. Nachdem Sie ihre Kabine bezogen haben, heißt Sie die Besatzung der Bark Europa bei einem gemeinsamen Abendessen willkommen. Nun haben Sie die Möglichkeit erste Mitreisende kennenzulernen und sich mit den Gepflogenheiten und Sicherheitsvorkehrungen an Bord vertraut zu machen. Die erste Nacht verbringen sie im Hafen, bevor es früh am nächsten Morgen `` Segel setzen`` heißt und ihre Reise in die südlichen Gewässer beginnt.

 

Tag 3 bis Tag 6 Auf See

Jeder Tag auf See ist unterschiedlich, allein die Natur entscheidet die tägliche Arbeit an Bord. Segeln an Bord der Bark Europa bedeutet Teamarbeit. Während der Reise können Sie alle Namen der  unterschiedlichen Segeln und Knoten kennenlernen. Sie haben die Möglichkeit aktiv an Bord mitzuhelfen oder aber an Deck zu entspannen, während die Bark Europa Kurs auf Südgeorgien nimmt. Zu unseren ständigen Begleitern gehören Albatrosse. Diese erstaunlichen Seevögel können Flügelspannweiten von über 3,5 m erreichen und übertreffen damit jede andere lebende Vogelart. Von Deck aus können wir ebenso zahlreiche im Wasser spielende Delphine beobachten.

Tag 7 bis Tag 12 Südgeorgien

Wir erreichen Südgeorgien, uns erwarten von nun an zahlreiche Anlandungen auf dieser so spektakulären Inselgruppe. Als erste Anlandung ist ein Besuch auf Elsehul geplant. Grauköpfige Albatrosse nisten hier im Tussockgras, freundlich blickende Seeelefanten erwarten uns am Strand. Weniger freundlich hingegen wirken die antarktischen Seebären auf uns, da sie sich gerade in der Balzzeit befinden,  können sie mitunter etwas aggressiv werden. Wir halten einen gebührenden Abstand und beobachten sie aus sicherer Entfernung. In der Bay of Isles erwarten uns tausende Königspinguine, mit etwas Glück können wir eine Anlandung auf Prion Island wagen. Zusammen mit Albatross Island gehört diese Insel zur wichtigsten Brutstätte der Wanderalbatrosse. Am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang verlassen wir Bay of Isles und setzten unsere Segel in Richtung Fortuna Bay. Die Besatzung bringt uns an den Strand, wo wir zwischen Königspinguinen und Seebären an Land gehen. Während die  Bark Europa Land abwärts segelt, begeben wir uns auf die letzten Spuren von. E. Shackleton, einer der berühmtesten Polarfahrer vergangener Tage. Wir besuchen den berühmten Shackleton Wasserfall. Die einst so belebte Walfangstation ist nun von Seebären und Rentieren eingenommen. In einiger Entfernung können wir nun die Bark Europa sehen, die uns hier wieder an Bord nimmt. Weiter steht in diesen Tagen ein Besuch der berühmten Walfangstation von Grytviken auf dem Programm. 1991 wurde ein Teil der Station zu einem kleinen Walmuseum umgebaut, wo man nun Relikte der ehemaligen Walindustrie besichtigen  kann. Schon fast romantisch wirkt die 1913 erbaute Kirche in Grytviken. Am Ende der Bucht befindet sich das Grab des berühmten Polarforschers E. Shackleton, nun friedlich umgeben von einer Kolonie Seeelefanten. Nach alter Tradition ist es Gebrauch in der Nähe seines Grabes ein Glas Whiskey zu trinken. Auf unserer weiteren Wanderung treffen wir zahlreiche Seevögel, Pinguine, Seeelefanten und Seebären. Ein erstaunlich gut erhaltenes Schiffswrack finden wir am nächsten Tag auf  Ocean Harbour. Die Bayard, ein elegantes Segelschiff, das 1864 erbaut wurde. In der Cooper Bucht, dem südöstlichsten Punkt Südgeorgiens, begegnen uns auf steilen, felsigen Hängen Brutkolonien der Goldschopfpinguine.

 

Tag 13 bis Tag 22 Auf See

Nun ist es Zeit, das subantarktische Paradies zu verlassen. Um unser nächstes Ziel, die Weddellsee zu erreichen, werden wir zehn Tage auf See verbringen. Unterschiedliche Bedingungen- das Wetter, die See und das gemeinsame Leben auf einem Segelschiff verbinden die Passagiere an Bord. So bildet sich bei jeder Reise eine ganz eigene Crew, mit einer ganz eigenen Atmosphäre. In südlichen Gewässern bläst der Wind kontinuierlich. Je weiter südlich wir reisen, destso weiter sinkt die Temperatur. Nach und nach Entdecken wir die ersten Eisberge am Horizont. Große Eisplatten werden auf dem Radar sichtbar. Glücklicherweise sind die Nächte während der Sommermonate kurz und wir haben viel Zeit, diese brillanten, weißen Eisberge im Sonnenlicht zu bestaunen. Sie sind unglaublich groß und herrschaftlich, ein sicheres Zeichen für uns, daß wir die weiße Antarktis erreicht haben.

 

Tag 23 und Tag 24 Weddellsee
Wir segeln in die raue und absolut selten besuchte Weddelsee. Abhängig von den Wetter und Eisbedingungen entscheiden nun Kapitän und Expeditionsleiter, wo wir an Land gehen können. Uns begegnen Esels-, Adelie- und Zügelpinguine. Mit etwas Glück können wir hier auch Kaiserpinguine beobachten. Weiterhin treffen wir hier auf die Weddellrobbe, Seeleoparden und See- Elefanten. Vielleicht beobachten wir auch von Deck aus große Schwertwale. Die Weddellsee, auch häufig Eisfabrik genannt, bietet unglaubliche Anblicke. Sie sollten es nicht versäumen früh morgens aufzustehen, um all die riesigen Eismassen, die sich teilweise ins Wasser stürzen, bei aufgehender Sonne zu beobachten! Die See ist nach dem britischen Segler James Weddell genannt worden, der 1823 als erstes die dort lebende Weddellrobbe entdeckte.
     

Tag 25 Antarktischer Sund

Um weiter westlich zu segeln, mit Kurs auf die Antarktische Halbinsel, müssen wir den Antarktischen Sund passieren, der auch den Beinamen `` Allee der Eisberge`` trägt. Dieser Sund ist nach dem Schiff benannt, das ihn 1902 während der schwedischen Nordenskjöld- Expedition durchfuhr. Dieser Tag bietet sich an, um in aller Ruhe von Deck aus Finnwale und die hier so häufig vorkommenden  Buckelwale umringt von riesigen Eisbergen zu beobachten.

 

Tag 26 Deception Island

Heute besuchen wir Deception Island, eine der größten Kraterinsel, vulkanischen Urspungs, der Erde. Durch eine kleine Öffnung ``Neptunes Blasebalg`` genannt, entlang atemberaubender Steilwände,  erreicht unser Schiff das Innere des Kraters. Neben dem Besuch einer ehemaligen Walfangstation, genießen wir hier außergewöhnliche Panoramaausblicke auf das Innere des Kraters. Bei entsprechenden Wetterbedingungen bietet sich in Pendulum Cove die einzigartige Möglichkeit in antarktischen Gewässern zu baden, da hier das Meerwasser durch natürliche Quellen aufgeheizt wird.

 

Tag 27 Südshetlandinseln

Wir erreichen die Südshetlandinseln. Die mehr als zwanzig Inseln, die der Antarktischen Halbinsel im Norden vorgelagert sind, sind alle vulkanischen ursprungs. Schon von weitem erkennt man die steil raus ragenden ganzjährig mit schneebedeckten Berge. Auch wenn die Vegetation hier spärlich erscheint, so ist es für diese Region doch die vielfältigste. Farbige Flechten bedecken die Steine und an einigen Stellen findet man sogar Moose und Gräser.

Ob wir an Barrientos Island, Half Moon Island oder Yankee Harbor an Bord gehen, entscheiden wir vor Ort. Fest steht, dass auch hier die Tierwelt zu zahlreichen, spannenden Beobachtungen einlädt. Wir befinden uns

in Gesellschaft von zahlreichen Pinguinarten und Sturmvögel. Auf vorbeitreibenden Eisschollen liegen Weddell- und Krabbenfresserrobben und Seeleoparden. Den Strand teilen wir mit See- Elefanten und Pelzrobben.

 

Tag 28 bis Tag 31 Drake Passage    

Um unser nächstes Ziel, Kap Hoorn, zu erreichen, müssen wir die Drakestraße, die eine Länge von ca. 800km aufweist, passieren. Wind und Wellen, die eigentlich frei in der Antarktis kreisen können, werden hier durch die Landmassen eingeschnürt, so daß, im größten Strömungsgebiet der Erde, riesige Wellen entstehen können. Wir hoffen auf eine halbwegs ruhige Überfahrt und beobachten Sturmschwalben und Albatrosse, für die der Lebensraum aus dem offenen Ozean besteht. Es ist unglaublich zu beobachten wie Mollymauks, Graukopf-, Ruß- und Wanderalbatrosse Meile für Meile ohne einen Flügelschlag zurück legen.

 

Tag 32 Kap Horn

Sobald wir Kap Hoorn erblicken, wissen wir, daß unsere Überfahrt durch die Drake Passage beendet ist. Nun befinden wir uns in ruhigeren Gewässern, vorbei an den Bergen von Tierra del Fuego erreichen wir den Beagle Kanal. Die Inseln und Fjorde erscheinen uns nun ungewöhnlich grün, ca. 150 Vogelarten sind hier beheimatet.

 

Tag 33 Islas de Lobos und Ushuaia

Bevor wir Ushuaia erreichen, erwartet uns noch eine letzte Überraschung, Islas de Lobos. Hier können wir Seelöwen beobachten, die die Antarktis meiden und somit für uns nur hier zu beobachten sind. Große männliche Vertreter dieser Gattung haben ihr Harem fest im Blick. Bald entdecken wir die ersten Lichter von Ushuaia am Horizont. Wir erreichen den Hafen und haben nun die Möglichkeit noch einen Tag in Ushuaia zu verbringen. Von 1884 bis 1947 diente Ushuaia als Exil für politisch Ausgestoßene und Kriminelle. Heute haben wir die Möglichkeit das alte Gefängnis zu besuchen oder einfach in der Stadt zu bummeln und das ein oder andere Souvenir zu ergattern.

Tag 34       

Nach einem gemeinsamen Frühstück heißt es für uns nun Abschied nehmen. Abschied nehmen von einer Reise, deren Erinnerungen gewiss noch lange präsent sind. Sie treten nun ihre Rückreise an oder verweilen noch einige Tage in Argentinien.

 

Bitte beachten Sie:

Der von uns hier dargestellte Programmverlauf hat nur beispielhaften Charakter.  Landgänge und Exkursionen sind abhängig von den Wetter- und Eisverhältnissen vor Ort, was nicht selten alternative Planungen nötig macht. Nur so können wir sicherstellen, Ihnen eine größtmögliche Vielfalt an Landschafts- und Tierbeobachtungen zu bieten. Der Kapitän und/oder der Expeditionsleiter entscheiden über das endgültige Programm. Ein Tagesprogramm mit den geplanten Aktivitäten wird Ihnen während der Reise täglich vorgestellt. Bitte denken Sie daran: Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von Expeditionsreisen.