Geplanter Reiseverlauf :
Tag 1
Am Nachmittag schiffen Sie sich auf Ihrem Expeditionsschiff ein. Unser Einstiegshafen liegt in der südlichsten Stadt der Erde: Ushuaia. Die pittoreske Stadt auf der Insel Feuerland wird eingerahmt von der schneebedeckten Martial-Bergkette und öffnet sich zum Beaglekanal hin. Die erste Etappe unserer Reise führt uns durch diesen von Kapitän FitzRoy und Charles Darwin 1834 entdeckten, wild zerklüfteten Kanal nach Osten in den offenen Atlantik.
Tage 2 und 3
Kap Hoorn und die Spitze der Antarktischen Halbinsel sind etwa 1050 Seemeilen durch die berüchtigte Drake Passage getrennt. Die Landspitze Südamerikas läßt wärmeres Meereswasser nach Süden strömen, welches dann auf kühle Wassermassen in der Antarktis trifft. Die Vermischungszone der polaren und subpolaren Meeresströmungen wird Konvergenz genannt. Sie beeinflusst nicht nur die Ausdehnung und Richtung der Eisbergbewegungen - die im Allgemeinen nordöstliche Richtung der Drift innerhalb der Drake Passage bewirkt, daß Eisberge unterschiedlicher Grösse innerhalb dieses Gebietes das ganze Jahr über auftreten - sondern sorgt auch für ein besonders reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik.
Tage 4 - 8
Das Schiff erreicht die Süd-Shetland Inselgruppe, die aus mehr als 20 Inseln besteht, die zur sogenannten Scotia Ridge gehören. Sie sind vulkanischen Ursprungs und zeichnen sich zumeist durch hohe Berge (2103m) und durch einen faszinierenden Pflanzenwuchs aus. Deception Island ist für gewöhnlich im Sommer eisfrei. Die hufeisenförmige Vulkaninsel umschliesst einen versunkenen Krater. Schon die Einfahrt in diesen Kraterring ist spektakulär. Unser Schiff tastet sich durch eine enge Einfahrt mit steilen Felswänden auf der Südostseite der Insel ins Innere des Kraters vor. Neptune´s Bellow, wird dieser Schlund zu Recht genannt. Im Innern findet sich ein tiefes, natürliches Hafenbecken, das Walfängern jahrzehntelang als Operationsbasis diente. Heute ist die verlassene und vom letzten Vulkanausbruch 1969 zum Teil verschüttete Walfangstation in Whaler´s Bay nur noch eine dunkle Erinnerung an diese Zeiten. Tausende von Kapsturmvögeln und Dominikanermöwen, sowie Antarktische Raubmöwen nisten in den Ruinen. Am Uferrand von Deception Island, in Pendulum Cove, besteht die Möglichkeit zu baden. Heiße Quellen heizen dort das Meerwasser auf.
Unsere weitere Fahrt könnte uns anschliessend nach Cuverville Island führen. Die kleine Felseninsel liegt zwischen dem bergigen Antarktischen Kontinent und der eisbedeckten Insel Danco. Hier nisten Eselspinguine mit Blick auf Gletscher und gestrandete Eisberge. Auch ihre Feinde, die braunen Skuas, große Raubmöwen, ziehen hier ihre Küken groß. Zodiacfahrten durch die umliegenden Fjorde und zu den gestrandeten Eisbergen werden wir hier unternehmen. Wenn es das Wetter erlaubt, durchfahren wir den spektakulären Lemaire Kanal mit seinen steilen Felswänden und mächtigen Gletschern, die krachend direkt ins Meer kalben.
Auch Pleneau Island, die Heimat zahlreicher See-Elefanten steht auf unserem Reiseprogramm. In dieser Gegend werden häufig Zwergwale, Finnwale und Buckelwale gesichtet. Auf unserer Fahrt durch den Neumayer Kanal und die Gerlache Straße gelangen wir in die Charlotte Bay. Bizarre Eisberge in großere Zahl erwarten uns hier. Vom Zodiac aus können häufig Seeleoparden und Krabbenfresserrobben auf Eisschollen ausgemacht werden. Zurück in der Inselwelt der Süd-Shetlands bietet Half Moon Island Kehlstreif und Esels-Pinguinen Nistplätze - vor dem Hintergrund des riesigen Gletschers von Livingston Island. Hannah Point auf Livingston Island bietet sich für einen letzten Landgang in der Antarktis an. Hier drängen sich auf engstem Raum See-Elefanten, Pelzrobben, Eselspinguine, Kehlstreifpinguine und sogar einige wenige Goldschopf Pinguine.
Tage 9 und 10
Während unserer Fahrt durch die Drake Passage haben wir wieder Gelegenheit, zahlreiche Seevögel zu beobachten und treffen unsere alten Bekannten, die riesigen Wanderalbatrosse wieder. Auch die Chancen in diesen Gewässern auf Wale zu stoßen, sind nicht schlecht.
Tag 11
Am Morgen laufen wir in den Hafen von Ushuaia ein, wo unsere Antarktis -Reise endet.
Bitte beachten Sie:
Die von uns vorgeschlagenen Programme gelten lediglich als Beispiel. Da Landgänge abhängig von den Wetter- und Eisverhältnissen vor Ort sind, müssen wir manchmal Alternativen vorschlagen. Nur so können wir sicherstellen, Ihnen eine größtmögliche Vielfalt an Landschaften und Tierwelt zu bieten. Unser Kapitän und oder der Expeditionsleiter entscheiden über das endgültige Programm. Ein Tagesprogramm mit geplanten Aktivitäten wird Ihnen täglich zugestellt. Bitte denken Sie daran: Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von Expeditionsreisen.




